Hißnauer (2014) „Vergangenheitsbewältigung“ im Tatort?

Autor Christian Hißnauer
Titel „Vergangenheitsbewältigung“ im Tatort?
NS-Bezüge in der ARD-Krimireihe
Veröffentlicht 08.04.2014
RMKF Nr.
7
Editorischer
Hinweis
Erstveröffentlichung
DOI
Seiten 49
Abstract Die ARD-Krimireihe Tatort (seit 1970) ist dafür bekannt, gesellschaftlich relevante Fragen und Probleme im Rahmen eines Krimiplots zu verhandeln – auch wenn sich diese Themenorientierung erst während seiner langen Laufzeit herausgebildet hat. Der Beitrag geht der Frage nach, wie der Tatort mit dem wichtigsten vergangenheitspolitischen Thema der Bundesrepublik – der NS-Geschichte – umgeht. Dabei zeigt sich, dass das sog. ,Dritte Reich‘ erst in den 1980er Jahren ein Thema für den Tatort wird. Das Spektrum an problematisierten Aspekten reicht von der verdrängten individuellen Verstrickung in das System, über ,Arisierung‘, untergetauchte Kriegsverbrecher, die Verbrechen der Wehrmacht, die Katholische Kirche als Fluchthelferin für NS-Täter bis hin zur faschistischen Vergangenheit Österreichs und dem heute immer noch nicht selbstverständlichen ,deutsch-jüdischen Verhältnis‘.
Über den Autor Christian Hißnauer, Leiter des Projekts „Real-Life Storytelling: Die dreifache Formstruktur des Reality TV als Verfahren kumulativer Serialisierung“ im Rahmen der DFG-Forschergruppe 1091 „Ästhetik und Praxis populärer Serialität“ an der Georg-August-Universität Göttingen. Forschungsschwerpunkte: Fernsehgeschichte; Theorie, Geschichte und Ästhetik dokumentarischer und hybrider Formen in Film und Fernsehen; Popularisierung von Zeitgeschichte; Genre- und Formatanalyse; Serialitätsforschung.
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Bitte zitieren als
Hißnauer, Christian (2014): „,Vergangenheitsbewältigung‘ im Tatort? NS-Bezüge in der ARD-Krimireihe“. Repositorium Medienkulturforschung 7, online: http://repositorium.medienkulturforschung.de/?p=410.