Archiv des Autors: David Ziegenhagen

Grampp (2016): Vom Beobachten des Beobachters der Beobachter

Autor Sven Grampp
Titel Vom Beobachten des Beobachters der Beobachter.
Die erste bemannte Mondlandung im deutschen Fernsehen diesseits und jenseits des Eisernen Vorhangs
Veröffentlicht 11.02.2016
RMKF Nr.
9
Editorischer
Hinweis
Erstveröffentlichung
DOI
Seiten 49
Abstract Im vorliegenden Text wird die Berichterstattung über die erste bemannte Mondlandung im west- bzw. ostdeutschen Fernsehen medienhistorisch kontextualisiert und detailliert analysiert. Gefragt wird insbesondere, welche Rolle rekursive Beobachtungsschleifen für massenmediale Angebote im Kontext des Kalten Krieges spielten. Hierbei lässt sich erstens zeigen, dass die Formen und Funktionalisierungen solcher Beobachtungen von Beobachtern in der konkreten televisuellen Praxis erstaunlich facettenreich waren. So finden sich in den Berichterstattungen über die erste bemannte Mondlandung im ost- und westdeutschen Fernsehen mitunter auch recht subtile Verzweigungen und Abgrenzungen, die jenseits der strengen geopolitischen Logik des Eisernen Vorhangs verlaufen. Zweitens soll einsichtig gemacht werden, inwieweit durch diese Art televisueller Berichterstattung über den Eisernen Vorhangs hinweg ein spezielles Beobachtungsschema eingeübt wurde, das für die heutige global vernetzte Medienkultur selbstverständlich geworden ist.
Über den Autor Dr. Sven Grampp, Mitglied am Institut für Theater- und Medienwissenschaft der Universität Erlangen-Nürnberg. Forschungsinteressen: Medientheorie, Space Race, TV-Serien
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Bitte zitieren als
Grampp, Sven (2016): „Vom Beobachten des Beobachters der Beobachter.
Die erste bemannte Mondlandung im deutschen Fernsehen diesseits und jenseits des Eisernen Vorhangs“. Repositorium Medienkulturforschung 9, online: http://repositorium.medienkulturforschung.de/?p=526.

 

Grampp (2015): Picture Space Race

Autor Sven Grampp
Titel Picturing the Future in Outer Space at the Dawn of the Space Race.
Disneys Tomorrowland (USA 1955–56) and Road to the Stars (USSR 1957)
Veröffentlicht 19.05.2015
RMKF Nr.
8
Editorischer
Hinweis
zuvor erschienen als:
„Picture Space Race. Ein Vergleich filmischer Zukunftsvisionen in Ost und West am Beispiel von Disneys Tomorrowland (USA 1955–1956) und Der Weg zu den Sternen (UdSSR 1957)“, in: Hefte zur Medienkulturforschung 8/2014 (Printversion)
DOI 10.7398/9783869380735
Seiten 29
Abstract The „Space Race“ describes the race for the supremacy in space between the two superpowers, the USA and the former Soviet Union, during the Cold War. This race was lead in the 1950s and 1960s and culminated in the question which nation would be able to send its first manned mission to the moon. Sven Grampp considers the “Space Race” not by looking at images of space mis-sions that have already taken place or are taking place right this moment, but instead by devoting himself to the explicit “future visions” that were circulating while the race to the moon was in the early stages. In his analysis he looks at the different styles of interpreting the future of East and West with two exam-ples: Walt Disney’s Tomorrowland (USA 1955–1956) and Road to the Stars (USSR 1957)
Über den Autor Dr. Sven Grampp, Mitglied am Institut für Theater- und Medienwissenschaft der Universität Erlangen-Nürnberg. Forschungsinteressen: Medientheorie, Space Race, TV-Serien
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Bitte zitieren als
Grampp, Sven (2015): „Picturing the Future in Outer Space at the Dawn of the Space Race. Disneys Tomorrowland (USA 1955–56) and Road to the Stars (USSR 1957)“. Repositorium Medienkulturforschung 8, online: http://repositorium.medienkulturforschung.de/?p=453.

 

Hißnauer (2014) „Vergangenheitsbewältigung“ im Tatort?

Autor Christian Hißnauer
Titel „Vergangenheitsbewältigung“ im Tatort?
NS-Bezüge in der ARD-Krimireihe
Veröffentlicht 08.04.2014
RMKF Nr.
7
Editorischer
Hinweis
Erstveröffentlichung
DOI
Seiten 49
Abstract Die ARD-Krimireihe Tatort (seit 1970) ist dafür bekannt, gesellschaftlich relevante Fragen und Probleme im Rahmen eines Krimiplots zu verhandeln – auch wenn sich diese Themenorientierung erst während seiner langen Laufzeit herausgebildet hat. Der Beitrag geht der Frage nach, wie der Tatort mit dem wichtigsten vergangenheitspolitischen Thema der Bundesrepublik – der NS-Geschichte – umgeht. Dabei zeigt sich, dass das sog. ,Dritte Reich‘ erst in den 1980er Jahren ein Thema für den Tatort wird. Das Spektrum an problematisierten Aspekten reicht von der verdrängten individuellen Verstrickung in das System, über ,Arisierung‘, untergetauchte Kriegsverbrecher, die Verbrechen der Wehrmacht, die Katholische Kirche als Fluchthelferin für NS-Täter bis hin zur faschistischen Vergangenheit Österreichs und dem heute immer noch nicht selbstverständlichen ,deutsch-jüdischen Verhältnis‘.
Über den Autor Christian Hißnauer, Leiter des Projekts „Real-Life Storytelling: Die dreifache Formstruktur des Reality TV als Verfahren kumulativer Serialisierung“ im Rahmen der DFG-Forschergruppe 1091 „Ästhetik und Praxis populärer Serialität“ an der Georg-August-Universität Göttingen. Forschungsschwerpunkte: Fernsehgeschichte; Theorie, Geschichte und Ästhetik dokumentarischer und hybrider Formen in Film und Fernsehen; Popularisierung von Zeitgeschichte; Genre- und Formatanalyse; Serialitätsforschung.
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Bitte zitieren als
Hißnauer, Christian (2014): „,Vergangenheitsbewältigung‘ im Tatort? NS-Bezüge in der ARD-Krimireihe“. Repositorium Medienkulturforschung 7, online: http://repositorium.medienkulturforschung.de/?p=410.

 

Kuhn (2014): YouTube als Loopingbahn

Autor Markus Kuhn
Titel YouTube als Loopingbahn.
lonelygirl15 als Phänomen und Symptom der Erfolgsinitiation von YouTube
Veröffentlicht 20.02.2014
RMKF Nr.
6
Editorischer
Hinweis
Der vorliegende Aufsatz erschien bereits in:
Schumacher, Julia/Stuhlmann, Andreas (Hrsg.) (2011): Videoportale: Broadcast Yourself? Versprechen & Enttäuschung. Hamburger Hefte zur Medienkultur, Heft 12. Hamburg, S. 119–136.
DOI  –
Seiten 21
Abstract lonelygirl15 gilt als klassisches Beispiel für erfolgreiche Täuschungsexperimente auf Videoportalen wie YouTube. Die Webserie wurde zum Medienereignis, auch in anderen Online- und Printmedien. Der Beitrag zeigt, warum eine Betrachtung der gesamten ersten Staffel von lonelygirl15 sinnvoll ist, um den produktiven Mechanismus zu beschreiben, der dazu geführt hat, dass es vor allem im Jahr 2006 zu einer dynamischen Ausweitung des lonelygirl15-Kosmos auf YouTube kommen konnte. Das Beispiel der Webserie lonelygirl15 kann dabei symptomatisch für die Produktivität von YouTube gelesen werden. Im Mittelpunkt des Beitrags steht neben der fiktionalen Identität der Webserie deren spezifische Form der (Pseudo-)Interaktivität. Es stellt sich die Frage, inwiefern das Mitwirken einer großen Fangemeinde bereits durch die in der Serie eta­blierten Grundmuster katalysiert wurde.
Über den Autor Markus Kuhn, Juniorprofessor für Medienwissenschaft am Institut für Medien und Kommunikation der Universität Hamburg. Er hat Germanistik, Medienkultur, Kunstgeschichte und Publizistik in Göttingen und Hamburg studiert und als freier Journalist für verschiedene Print- und Onlinemedien gearbeitet. Die Dissertation Filmnarratologie: Ein erzähltheoretisches Analysemodell wurde mit dem Absolventenpreis der Studienstiftung Hamburg ausgezeichnet. Von 2008 bis 2009 war er Leiter der Doktorandengruppe „Die Textualität des Films“ an der Universität Bremen. Forschungsschwerpunkte: Filmnarratologie, Genretheorie, Webserien, Erzählen im Internet, Film und Fernsehen im Web, biographischer Spielfilm, Faktualität/Fiktionalität, Animationsfilm und transmediale Narratologie.
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Bitte zitieren als
Kuhn, Markus (2014): „YouTube als Loopingbahn. lonelygirl15 als Phänomen und Symptom der Erfolgsinitiation von YouTube“. Repositorium Medienkulturforschung 6, online: http://repositorium.medienkulturforschung.de/?p=321.

 

Grampp/Ruchatz (2014): Die Enden der Fernsehserien

Autoren Sven Grampp, Jens Ruchatz
Titel Die Enden der Fernsehserien
Veröffentlicht Januar 2014
RMKF Nr.
5
Editorischer
Hinweis
Erstveröffentlichung
DOI 10.7398/9783869380483
Seiten 30
Abstract Vorliegender Text leistet erstens einen Beitrag zur Beantwortung der Frage, wie sich das Fernsehen selbst versteht, indem beobachtet wird, in welchen Formen das Fernsehen das intrikate Verhältnis von Endlosigkeit und Endlichkeit – als Kern der eigenen Medialität – in Szene setzt. Vom Ende her über das Fernsehen nachzudenken ist zweitens deshalb geboten, weil es im Gegensatz beispielsweise zum Ende von Spielfilmen oder Romanen bisher zu selten geleistet wurde. Drittens soll der gängigen Mediendifferenzierung widersprochen werden, die das Fernsehen im Vergleich zum auf das Ende gepolten Film, als Endlosmedium definiert, dessen einzelnen Segmente allenfalls aufhören, in dem aber „fast nichts endet“ (Lorenz Engell). In vorliegendem Text wird hingegen argumentiert: Zumindest Fernsehserien denken permanent über ihr Ende nach – und zwar gerade, weil sie auf Endlosigkeit angelegt sind.
Über die Autoren Dr. Sven Grampp, Akademischer Rat am Institut für Theater- und Medienwissenschaft der Universität Erlangen-Nürnberg. Forschungsschwerpunkte: Medientheorie, Space Race, Fernsehserie.
Prof. Dr. Jens Ruchatz, Professor für Medienwissenschaft mit dem Schwerpunkt Audiovisuelle Transferprozesse an der Universität Marburg. Forschungsschwerpunkte: Diskursgeschichte der Medien, Mediendifferenz und Medienvergleich; Mediengeschichte der Individualität, Theorie des Populären.
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Bitte zitieren als
Grampp, Sven/Ruchatz, Jens (2014): „Die Enden der Fernsehserien“. Repositorium Medienkulturforschung 5, online: http://repositorium.medienkulturforschung.de/?p=376.

 

Neitzel (2013): Perspektive in Computerspielen

Autorin Britta Neitzel
Titel Point of View und Point of Action –
Eine Perspektive auf die Perspektive in Computerspielen
Veröffentlicht Dezember 2013
RMKF Nr.
4
Editorischer
Hinweis
Der vorliegende Aufsatz erschien in leicht veränderter Fassung zuvor in:
Bartels, Klaus/Thon, Jan-Noël (Hrsg.) (2005): Computer/Spiel/Räume. Materialisen zur Einführung in die Computer Game Studies. Hamburger Hefte zur Medienkultur, Heft 5. Hamburg: Institut für Medien und Kommunikation, Univ. Hamburg, S. 8–28.
DOI
Seiten 20
Abstract Der Text behandelt das Bild des Computerspiels, in das nicht nur – wie in zentral-perspektivischen Bildern – der Betrachter und sein Blickpunkt (Point of View) integriert werden, sondern auch ein Akteur und sein Aktionspunkt (Point of Action). Damit wird eine fundamentale Differenz zwischen Bildern in Filmen und Bildern in Computerspielen beschrieben.
Die Idee zur Differenzierung von Point of View (PoV) und Point of Action (PoA) stammt aus meiner Dissertation zur Narrativität von Videospielen aus dem Jahr 2000 und wurde in den darauf folgenden Jahren präzisiert, insbesondere in einem Text von 2007, der hier noch einmal ohne Abbildungen und deshalb leicht verändert, veröffentlicht
wird. Grundlage für die Differenzierung von PoV und PoA waren narratologische und filmwissenschaftliche Methoden und Begrifflichkeiten – von Methoden oder Begrifflichkeiten der Game Studies konnte im Jahr 2000 noch nicht die Rede sein. Damit dieser Prozess der interdisziplinären Adaption von Begriffen und Konzepten nach wie vor sichtbar bleibt, wurden auch in der Überarbeitung von 2007 die Rückgriffe auf die Narratologie und die Filmwissenschaft beibehalten.
Über den Autor Dr. phil. Britta Neitzel ist Medienwissenschaftlerin und arbeitet seit Ende der 1990er Jahre auf dem Gebiet der Game Studies. 2000 gründete sie die AG-Games www.ag-games.de, ein Netzwerk deutschsprachiger Games-ForscherInnen. Derzeit arbeitet sie an einem Habilitationsprojekt zu medialen Orten. Mehr unter: www.britta-neitzel.de.
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Bitte zitieren als
Neitzel, Britta (2013): „Point of View und Point of Action – Eine Perspektive auf die Perspektive in Computerspielen„. Repositorium Medienkulturforschung 4, online: http://repositorium.medienkulturforschung.de/?p=360.

 

Hickethier (2013): Unternehmensgeschichtsschreibung der Medien

Autor Knut Hickethier
Titel Ist Medienkommunikation ein Marktgeschehen?
Zu Kategorien und Modellen einer möglichen Unternehmensgeschichtsschreibung der Medien
Veröffentlicht (erscheint demnächst)
RMKF Nr.

Editorischer
Hinweis
Der vorliegende Aufsatz erschien bereits in:
Hickethier, Knut (Hrsg.) (2000): Medienkultur und Medienwissenschaft. Das Hamburger Modell. Vorgeschichte, Entstehung, Konzept. Hamburger Hefte zur Medienkultur, Heft 1. Hamburg: Institut für Medien und Kommunikation, Univ. Hamburg, S. 5–87.
DOI
Seiten 89
Abstract
Über den Autor Knut Hickethier (em. Univ.-Prof. Dr. phil.) lehrt Medienpädagogik und interdisziplinäre Medienforschung an der Universität Flensburg und leitet das dortige Seminar für Medienbildung. Aktuelle Arbeitsschwerpunkte: Wissenschaftstheorie, Kommunikationsforschung, Bildungswissenschaft und Kulturphilosophie.
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Nohr (2013): Raumfetischismus

Autor Rolf F. Nohr
Titel Raumfetischismus. Topografien des Spiels
Veröffentlicht September 2013
RMKF Nr.
3
Editorischer
Hinweis
Der vorliegende Aufsatz erschien zuerst in:
Bartels, Klaus/Thon, Jan-Noël (Hrsg.) (2006): Computer/Spiel/Räume. Materialien zur Einführung in die Computer Game Studies. Hamburger Hefte zur Medienkultur, Heft 6. Hamburg: Institut für Medien und Kommunikation, Univ. Hamburg, S. 61–81.
DOI  
Seiten 24
Abstract Der Text gibt einen kurzen Überblick über die an den Raum des Computerspiels angelagerten Bedeutungsproduktionen. Das Untersuchungsfeld ‚Raum‘ empfiehlt sich zum Verständnis des digitalen Spiels aus zweierlei Gründen. Zum einen ist eine starke Fokussierung des Spiels auf den Raum nicht zu übersehen. Die ‚Fetischisierung des Raums‘ könnte dabei zunächst und vereinfachend als eine kompensative Geste eines ‚virtuellen Implements‘ begriffen werden, das seine eigene Immaterialität auszugleichen sucht. Die Frage nach Raum ist aber auch eine Frage nach der Medialität des Spiels. In der Produktion von Räumlichkeit entwirft ein Medium oder ein Medieninhalt nicht nur ein Mittel zur Darstellbarkeit und Funktionalität seines Wissens und seines Vermittlungsprozesses. Ein Medium entwirft seine Räume auch, um sich selbst ins ‚Sein‘ zu bringen. Daher ist der Zugriff auf die diversen Produktionsverfahren von Topographien des Spiels ein herausgehobenes Element zum Verständnis eines Mediums. Darüber hinaus ist der Raum aber bereits mehrfach in theoretischen Konzeptualisierungen von Medien und Medialität als eine Form der Einschreibung von Ideologemen und unsichtbaren dispositiven Steuerungsmechanismen – beispielsweise durch die Apparatustheorie – erkannt und thematisiert worden. Daher ist ein erster Blick ‚hinter‘ das Ontologische, oder Phänomenale, des Computerspiels am Konzept seiner Raumentwürfe theoretisch naheliegend – vor allem unter der Fragestellung, wie das Spiel die Erfahrungspositionen von Unmittelbarkeit konstituiert.
Über den Autor Rolf F. Nohr (Prof. Dr.) lehrt Medienästhetik/Medienkultur an der HBK Braunschweig. Arbeitsschwerpunkte: game studies, Transparenztheorie, Evidenzforschung, kritische Diskursanalyse und metal studies. Weitere Informationen unter www.nützliche-bilder.de
pdficon_large 2013_09_20_RMKF_3_Nohr, Raumfetischismus

 

Führer (2013): Hamburger Zeitungsmarkt nach 1933

Autor Karl Christian Führer
Titel Umbruch und Kontinuität auf dem Hamburger Zeitungsmarkt nach 1933
Veröffentlicht August 2013
RMKF Nr.
2
Editorischer
Hinweis
Der Aufsatz präsentiert in komprimierter Form Ergebnisse aus:
Führer, Karl Christian (2008): „Das Ensemble Hamburger Tageszeitungen in der NS-Zeit“, in: Ders.: Medienmetropole Hamburg. Mediale Öffentlichkeiten 1930–1960. München/Hamburg, S. 323–441.

Der vorliegende Aufsatz erschien bereits in:
Segeberg, Harro/Scheidgen, Irina/Schröter, Felix (Hrsg.) (2009): NS-Medien in Hamburg. Fallstudien zur Mediengeschichte des Dritten Reiches. Hamburger Hefte zur Medienkultur, Heft 11. Hamburg: Institut für Medien und Kommunikation, Univ. Hamburg, S. 25–37.
DOI
Seiten 22
Abstract Anfang 1933 verfügte Hamburg als zweitgrößte Stadt Deutschlands über eine vielgestaltige Presselandschaft. 24 Tageszeitungen versorgten die Stadt mit politischen Informationen, Kommentaren, Werbung und Unterhaltung. Nach der Machtergreifung Hitlers kam es unter den neuen politischen Bedingungen zu einem Wandel der Tagespresse; gleichzeitig waren auch viele Kontinuitäten in der Presse zu beobachten. Karl Christian Führer skizziert in seinem Aufsatz dieses Nebeneinander von Bruch und Kontinuität in der Hamburger Presselandschaft nach 1933. Dabei beschreibt er nicht nur die politisch bedingten Veränderungen in der Presse, die sich sowohl durch die direkte Intervention der NSDAP als auch indirekt durch die ,Selbstgleichschaltung‘ bürgerlicher Zeitungsredaktionen ergaben, sondern rekonstruiert auch die Entwicklung der noch bestehenden hanseatischen Tageszeitungen bezüglich ihrer Auflagenstärke und inhaltlichen, als auch politischen Ausrichtung in den Jahren 1933 bis 1939.
Über den Autor Karl Christian Führer (PD Dr. phil.) lehrt Geschichte am Historischen Seminar der Universität Hamburg und ist z.Z. Mitarbeiter im DFG-Projekt „Wohnungsspekulation und Mieterprotest in westdeutschen Großstädten 1966–1986“ an der Universität Hannover. Arbeitsschwerpunkte: Sozial- und Wirtschaftsgeschichte Deutschlands im 19. und 20. Jahrhundert, Mediengeschichte, Geschichte der sozialen Sicherungssysteme.
pdficon_large 2013_08_01_RMKF_2_Führer, Hamburger Zeitungsmarkt

 

Filk/Ruchatz (2013): Emilie Altenloh

Autoren  Christian Filk, Jens Ruchatz
Titel  „Der Kino ist eben in erster Linie für die modernen Menschen da“ – Die kulturwissenschaftliche Entdeckung des Filmpublikums im Industriezeitalter durch Emilie Altenlohs Mediensoziologie
Veröffentlicht  Juli 2013
RMKF Nr.
1
Editorischer
Hinweis
Erstveröffentlichung
DOI 10.7398/9783869380452
Seiten 34
Abstract In ihrer über Jahrzehnte sträflich ignorierten Dissertation Zur Soziologie des Kino aus dem Jahr 1914 gibt Emilie Altenloh eine erste umfassende Beschreibung der zeitgenössischen Filmproduktion, -distribution und -konsumption. Die Schülerin von Alfred Weber verortet das neue Medium funktional in der modernen Kultur der Industriegesellschaft. Die Altenloh-Rezeption hat bis dato schlechterdings nicht die dezidiert übergreifende Argumentationsstrategie dieser film- und mediensoziologischen Grundlagenschrift avant la lettre erkannt. In Anbetracht dessen nimmt Christian Filk eine medienwissenschaftliche und wissenschaftshistorische Re-Lektüre von Zur Soziologie des Kino vor. Dabei würdigt er die besondere wissenschaftliche Leistung Altenlohs, die als erste die Potenz und Funktion der damals neuen Unterhaltungsformen des Kinos – produktions- und konsumptionsüberschreitend als Phänomen gesellschaftlicher Interaktion – analysierte und interpretierte.
Über den Autor Prof. Dr. Christian Filk (Univ.-Prof. Dr. phil.) lehrt Medienpädagogik und interdisziplinäre Medienforschung an der Universität Flensburg und leitet das dortige Seminar für Medienbildung. Aktuelle Arbeitsschwerpunkte: Wissenschaftstheorie, Kommunikationsforschung, Bildungswissenschaft und Kulturphilosophie.
Prof. Dr. Jens Ruchatz, Professor für Medienwissenschaft mit dem Schwerpunkt Audiovisuelle Transferprozesse an der Universität Marburg. Forschungsschwerpunkte: Diskursgeschichte der Medien, Mediendifferenz und Medienvergleich; Mediengeschichte der Individualität, Theorie des Populären.
pdficon_large  RMKF_1_Filk_Ruchatz_Altenloh
Bitte zitieren als
Filk, Christian/Ruchatz, Jens (2013): „,Der Kino ist eben in erster Linie für die modernen Menschen da‘ – Die kulturwissenschaftliche Entdeckung des Filmpublikums im Industriezeitalter durch Emilie Altenlohs Mediensoziologie.“ Repositorium Medienkulturforschung 1, online: http://repositorium.medienkulturforschung.de/?p=204, DOI: 10.7398/9783869380452.