Editorische Strategie

Das Repositorium Medienkulturforschung ist eine neuartige Open-Access-Plattform, die ein nachhaltiges und qualitätsgesichertes wissenschaftliches Publizieren im Bereich der Medienkulturforschung ermöglicht. Es handelt sich dabei um das erste deutschsprachige Repositorium in diesem Bereich. Wir verstehen die hier veröffentlichten Texte als Mischform zwischen Zeitschriftenartikel und (Mini-)Monographie.

Der Zeitschriftencharakter ergibt sich aus dem seriellen Charakter der Publikationen, den fortlaufenden Ausgabennummern, der ISSN, dem für Online-Zeitschriften bekannten Open-Access-Verfahren sowie einer für wissenschaftliche Zeitschriften üblichen Qualitätssicherung durch einen wissenschaftlichen Beirat und eine von diesem abgesicherte Peer Review. Im Gegensatz zu einer konventionellen Zeitschrift wird es aber keine thematische Festlegung der einzelnen Ausgaben geben. Jeder Artikel bildet vielmehr eine eigene Ausgabe (nur in Sonderfällen kann es eine Zusammenstellung von mehreren Artikeln zu einem Band bzw. einer Nummer geben). Insofern ist jeder Artikel als eine eigene kleine Monographie zu verstehen.

Darüber hinaus kann jeder Artikel nicht nur eine URL, sondern auch eine DOI-Nummer (Digital Object Identifier) erhalten. Mit dieser ist es möglich, die Online-Objekte eindeutig zu identifizieren, auch wenn die URL einmal wechseln sollte oder der Artikel auf eine andere Website umzieht. Mit der Zuweisung einer DOI-Nummer werden auch die Metadaten eines Beitrags durch die DOI-Agentur automatisch anderen Datenbanken zur Verfügung gestellt.

Durch die Online-Präsenz der Plattform, kann eine suchmaschinenoptimierte (SEO) Darstellung der einzelnen Artikel erfolgen, so dass auch bei einfachen Websuchen die Artikel gelistet werden. Darüber hinaus lassen sich auf der Plattform einfach Zusatzinformationen (über Projekte, Calls usw.) platzieren oder audiovisuelle Materialien integrieren (Bilder, Audio- oder Filmdaten), die die Artikel gegenüber reinen Printausgaben deutlich bereichern.

Mit der Kombination dieser verschiedenen Merkmale ist es möglich, eine maximale nationale wie internationale Sichtbarkeit in verschiedenen Systemen sicherzustellen und insbesondere auch eine längerfristige Präsenz in den Systemen abzusichern.

Insgesamt folgt diese editorische Strategie den aktuellen Forderungen der großen Wissenschaftsgemeinschaften nach möglichst hoher nationaler und internationaler Sichtbarkeit, nach Qualitätssicherung durch ein Peer-Review-Verfahren, nach Maßnahmen zur Indizierung in den wichtigsten internationalen Datenbanken  (Metadatenverwaltung durch DOI-Nummern und ISBN) sowie nach fairen und transparenten Modellen zur Umsetzung der Open-Access-Idee.